Nationalparks in Südafrika
März 14, 2011
Naturschutz als Selbstzweck ist etwas, das sich nur Menschen leisten können, die sich über ihr wirtschaftliches Auskommen keine Gedanken machen müssen. Es ist sehr leicht, als Einwohner einer Industrienation den Schutz von Löwen und Elefanten in Afrika zu fordern, während viele Menschen vor Ort jeden Tag um das nackte Überleben kämpfen müssen.
Südafrika ist ein gutes Beispiel dafür, dass wirtschaftliche Entwicklung und Naturschutz sich nicht widersprechen müssen. Es gibt zahlreiche Nationalparks in Südafrika, die größtenteils im letzten Jahrhundert eingerichtet worden sind. Ihr Erhalt wird heutzutage professionell organisiert, weil die Regierung und die Bewohner des Landes verstanden haben, dass dies ihren Interessen dient.
Ein Schutzgebiet, das nur Geld kostet, mag in Mitteleuropa kein Problem sein. Aber in Südafrika gibt es viele Kinder, die kaum genügend Essen jeden Tag haben. Deswegen muss jede Ausgabe gut überlegt werden. Wenn schon nicht direkt Nahrung gekauft wird, dann muss das Geld so investiert werden, dass sich die Perspektiven des Landes verbessern.
Damit ein Nationalpark Südafrika langfristig hilft, muss er Einnahmen bringen. Dazu werden Touristen geworben, die auf Safaris gehen, um die faszinierende südafrikanische Natur zu erleben. Alleine der Krüger-Nationalpark hat eine Fläche von 20.000 Quadratmetern aufzuweisen. Darüber hinaus gibt es noch viele andere Schutzgebiete. Fast alle sind touristisch erschlossen.
Eine wichtige Rolle spielen zudem die Tierfilmer, die aus aller Welt nach Südafrika kommen. Sie können den Menschen, die keine Reise unternehmen wollen oder können, die Tiere des Landes näher bringen. Aber sie sorgen auch für eine kostenlose Werbung, denn der eine oder andere Zuschauer wird irgendwann selbst nach Südafrika reisen.
Quelle des Fotos: Jens Everding / pixelio.de

Ich finde das auch so völlig in Ordnung, so lange man den Tieren ihre Ruhe lässt. LG John.